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Die Dunkle Schatten Reihe besteht aus drei Werbespielen der Art Department Werbeagentur und der Phenomedia AG aus den Jahren 1993, 1994 und 2000. Die Reihe wurde im Auftrag des Bundesministerium des Inneren entwickelt.

BeschreibungBearbeiten

Die Dunkle Schatten Reihe besteht aus den drei Spielen Dunkle Schatten aus dem Jahr 1993, Dunkle Schatten 2: Im Netzwerk gefangen aus dem Jahr 1994 und Dunkle Schatten 3: Tod in der Südkurve aus dem Jahr 2000. Alle drei Teile behandeln das Thema Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit und sollen Jugendliche dazu animieren mehr Toleranz und Verständnis gegenüber Ausländern aufzubringen, sowie sich von der rechten Szene zu distanzieren.

SpielprinzipBearbeiten

In den ersten beiden Teilen der Reihe steuert der Spieler den Jugendlichen Karsten Wegener. Im ersten Teil hilft er in seinen Sommerferien ehrenamtlich dabei ein altes Fabrikgebäude zu einem Jugendtreff umzubauen und wird dabei mit Rechtsradikalen konfrontiert, die den Bau des Jugendzentrums verhindern wollen. Im zweiten Teil erhält Wegener, mittlerweile Berufsschüler und Angestellter in einem Lithobüro, die Aufgabe die Homepage der Schule erstellen. Im Computerunterricht erhält er von einem Mitschüler eine Diskette auf der sich ein Spiel mit rechtsradikalem Hintergrund befindet, wodurch er auf ein verfassungsfeindliches Netzwerk, dass sich über das Internet organisiert aufmerksam wird. Mit Hilfe seiner Freunde muss er sich erneut den illegalen Machenschaften in den Weg stellen. Der dritte Teil bricht mit den ersten beiden Teilen: Hauptheld ist hier ein wahlweise deutscher oder türkischer Fotograf aus der Werbeagentur des mittlerweile in Berlin lebenden Karsten Wegener. In diesem Teil muss man den ideologisch motivierten Mord eines Musikers während eines Fußballspiels aufklären.

TriviaBearbeiten

  • Während die ersten beiden Teile unter Adventure-Liebhabern auch heute noch einen gewissen Stellenwert genießen, wurde Teil drei eher negativ aufgenommen.
  • Die ersten beiden Teilen werden aus der für Adventures klassischen Third-Person Perspektive gespielt. In Teil 3 spielt man in der First-Person Perspektive. Darüber hinaus ändert sich auch der Grafikstil - Nach den Pixelgrafiken in den ersten beiden Teilen nutzte man in Teil 3 Fotos um sowohl Umgebung als auch Charaktere in das Spiel einzubauen.
  • Die Spielreihe begleitete die "Fairständnis"-Kampagne der Innenministerien von Land und Bund und warb für mehr Toleranz Ausländern gegenüber. In den Spielen wird man immer wieder mit ausländerfeindlichen Parolen und Charakteren konfrontiert, denen es das Handwerk zu legen gilt. Die ersten beiden Spiele wurden auch im Rahmen einer Gewinnspiels genutzt. Schließt man die Handlung ab, erhält der Spieler ein Lösungswort, mit dem er an einem Preisausschreiben teilnehmen kann. Das Losungswort im ersten Teil lautete "Fairständnis" und im zweiten Teil "Mit Fairständnis gegen Gewalt".
  • Besonders die älteren Spiele bieten gerade heutzutage eine gewisse, wenn auch unfreiwillige Komik, denn um der Botschaft der Spiele Nachdruck zu verleihen wurden einige Situationen und Charaktere stark überzeichnet, was teilweise zu absurden Szenarien führt (etwa verfassungsfeindliche Symbole in Firmenlogos). Darüber hinaus orientiert sich der Sprachgebrauch der portraitierten Jugendlichen an der damaligen Jugendkultur, was ebenfalls zu dem ein oder anderen Schmunzeln führen kann.
  • Die Spiele konnten kostenlos auf der Webseite des Bundesinnenministeriums heruntergeladen werden, wurden aber auch auf Datenträger verteilt.

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